9. November 2011

Vierzig Jahre Greenpeace


Prof. Dr. Hartmut Kegler
Albert-Schweitzer-Freundeskreis Aschersleben

Im Jahr 1959 schrieb mir Albert Schweitzer: „Die Idee der Ehrfurcht vor dem Leben ist das Positive, das ich im Denken geschaffen habe. Aus vielen Zeugnissen weiß ich, dass sie auf dem Wege ist, sich Ansehen zu verschaffen und in menschlichen Herzen Eingang zu finden.“ Er wusste damals sicher nicht, dass noch zu seinen Lebzeiten eine der verdienstvollsten Bewegungen entstand, die, bewusst oder unbewusst, diese Idee zur Grundlage ihres Wirkens werden ließ. Schweitzer selbst hoffte, dass  sein „bleibendes Haus“ sein geistiges Werk werden würde, das er Ehrfurcht vor dem Leben nannte und das auf der Erkenntnis beruhte: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ Nach seiner Ansicht bedeutete Ethik grenzenlose Verantwortung gegen alles, was lebt. Dieses Verantwortungsgefühl hat alle in der Umweltorganisation Greenpeace vom ersten Tage ihres Wirkens an durchdrungen und zu mutigen Aktionen bewegt. Ständig erlebt die Welt, welche Einsatz- und Opferbereitschaft es erforderte und auch künftig erfordern wird, sowohl für den Frieden als auch gegen den Krieg, sowohl für den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten als auch gegen den Raubbau an der Natur und sowohl für die Reinhaltung von Luft und des Wassers als auch gegen deren Verschmutzung zu kämpfen. Viel unternimmt diese Organisation zudem für die Aufklärung der Menschen und Aufdeckung von Verstößen oder Verbrechen, um uns Menschen sowie den Tieren und Pflanzen ein Überleben auf unserem Planeten zu ermöglichen. Auch Albert Schweitzer warnte eindringlich vor der Gedankenlosigkeit und der verantwortungslosen Gewinnsucht, die zu Tötung, Gewalt und Zerstörung führen.  „Nur das Denken, in dem die Gesinnung der Ehrfurcht vor dem Leben zur Macht kommt, ist fähig, die Zeit des Friedens in unserer Welt anbrechen zu lassen“, sagte er und meinte damit nicht nur den Frieden unter den Menschen und zwischen den Völkern, sondern ebenso natürlich den Frieden des Menschen mit der Natur und Umwelt. Möge Greenpeace auch in Zukunft von diesem Bestreben beseelt sein und möglichst viele Menschen finden, die ihr mit Mut und Hingabe auch künftig helfen, ihre zutiefst humanistischen Ziele zu verwirklichen.

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4. November 2011

Albert-Schweitzer-Schule in Guben-Rückblick

2013- 100 Jahre Lambarene

Brief aus Lambarene 
 vom 03.12.1981

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Der Brief wurde von  MAX  CAULET unterzeichnet.
Auf die notwendige Weiterentwicklung des Albert-Schweitzer-Spitals reagierend, erarbeiten die Verantwortlichen der AISL eine neue Satzung für diese Einrichtung. Am 28. September 1974 wird in Strassburg die FISL gegründet («Fondation Internationale de l’Hôpital du Docteur Albert Schweitzer à Lambaréné» / «Internationale Stiftung des Albert-Schweitzer-Spitals in Lambarene»). Diese Stiftung nach Gabuner Recht leitet von nun an das Spital. Sie wird durch einen Stiftungsrat geleitet, der die multikulturelle Ausrichtung des Schweitzerwerkes gewährleistet. Ihre Gründungsmitglieder sind Dr. Holm HABICHT, Präsident (Deutschland), Max CAULET, Spitaldirektor und Vizepräsident (Frankreich), Dr. Walter Munz, Vertreter der AISL (Schweiz), Alain DOUVIOGOU, Leiter des Lepradorfes (Gabun), Pfarrer BEKALE (Gabun).

An der Schule in Guben gab es viele Aktivitäten mit den Schülern, um den Namensgeber kennenzulernen.
Es gab ein Stufenprogramm, aus heutiger Sicht nicht immer real, aber die Lehrer an der damaligen Hilfsschule bemühten sich, die ETHIK DER EHRFURCHT VOR DEM LEBEN durch Vorbildwirkung umzusetzten. Das mochten nicht alle Lehrer, aber es gab auch sehr engagierte Mitarbeiter, die Freude an dieser Thematik hatten.

Viele Lehrer und Erzieher bemühen sich, das Lebenswerk Albert Schweitzers an Kinder und Schüler heranzuführen.
Es gibt viele Möglichkeiten in den verschiedensten Fächern, das Werk Schweitzers lebendig werden zu lassen und Werte zu vermitteln.
Dieses Stufenprogramm wurde an der Albert-Schweitzer Hilfsschule,später Allgemeine Förderschule für Lernbehinderte in Guben schon viele Jahre erfolgreich erprobt.
Die Lernfächer Deutsch und Heimatkunde sind besonders dafür geeignet.

Stufenprogramm für Schüler einer Förderschule
Klaus-Dieter Voigt

Klasse 1/2

Albert Schweitzer war Arzt.
Er half den kranken und armen Menschen.
Er baute für sie ein Krankenhaus in einem anderen Land.
Er liebte die Tiere und schützte sie.
Er wurde sehr alt .
Unsere Schule trägt seinen Namen.

Lebenspraktischer Bezug/ Bewährungsfelder
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- Wir helfen uns gegenseitig.
- Wir schützen Tiere und Pflanzen.
- Wir gestalten eine Albert-Schweitzer-Wandzeitung.

Klasse 3

Er hat am 14. Januar Geburtstag.
Er war Arzt und Musiker. Er spielte Orgel.
In Afrika baute er ein Krankenhaus.
Er setzte sich für den Frieden ein.
Er setzte sich für andere Menschen ein und half, wo er nur konnte.

Lebenspraktischer Bezug/ Bewährungsfelder
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- Wir wollen so fleißig sein wie er.
- Wir quälen keine Tiere.
- Wir helfen mit unseren Spenden den Kranken im Hospital.

Klasse 4/5

Geburtsjahr 1875 , Todesjahr 1965
Aus seiner Jugend / vom Schulbesuch
Verhältnisse im Elternhaus
Sein Verhältnis zu anderen Menschen und zu den Tieren
Er war fleißig, lernte Sprachen. das Orgelspiel und studierte
Theologie und Medizin.
Das Krankenhaus im Lambarene in Afrika erwarb er von seinem
Geld, das er durch Konzerte verdiente.
Viele Menschen in der Welt halfen ihm mit Spenden.
Er kämpfte für die Erhaltung des Frieden (erhielt eine hohe
Auszeichnung).

Lebenspraktischer Bezug/ Bewährungsfelder
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- Wir fertigen alle Hausaufgaben ordentlich an, arbeiten im
  Unterricht gut mit, damit auch wir viel wissen und können.
- Wir unterstützen das Werk Albert Schweitzers, spenden und
  helfen so wie er.
- Wir lernen von ihm.
- Wir wollen auch immer eine hohe Einsatzbereitschaft zeigen.

Klasse 6/7
Sein Drang, viel zu lernen
Studien: Theologie, Medizin, Musik, Philosophie
Den wesentlichen Inhalt einiger seiner Bücher:
"Aus meiner Kindheit"
"Im Urwaldhospital"
Ein Buch über den Orgelbau
Aufsätze, um die Menschen vor einem Atomkrieg zu warnen
Schweitzers Achtung vor dem Leben der Pflanzen, Tiere und
Menschen
Das Hospital in der Gegenwart

Lebenspraktischer Bezug/ Bewährungsfelder
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- Wie er, immer danach streben, viel zulernen, aufmerksam im
  Unterricht zu sein, alle übertragenen Aufgaben in der Schule
  und im Elternhaus gewissenhaft auszuführen
- Überall helfen, wo Hilfe nötig ist
- Achtung vor dem Leben durch richtiges Verhalten im Leben

Klasse 8

Albert Schweitzers Achtung vor dem Leben und sein Wille, immer
danach zu handeln
Lambarene - geographische Lage
                - politische Situation
Sein Bemühen, die Unwissenheit und den Aberglauben unter der
dortigen Bevölkerung zu mindern
Seine Appelle an die Menschheit
Die Ehrung mit dem Friedensnobelpreis

Lebenspraktischer Bezug/ Bewährungsfelder
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- Albert Schweitzer war ein gebildeter Mensch.
- Wir erfüllen alle Lernaufgaben gewissenhaft.
- Wir üben täglich zu Hause, um Wissen zu erwerben.
- Wir sind höflich und hilfsbereit, dann achtet man uns auch.
- Wir erhalten unsere Umwelt, indem wir keine Pflanzen vernichten
 -Wälder, Wiesen, Felder, Seen und Flüsse nicht beschmutzen.
- Wir leisten unseren Beitrag zum Schutz der Tiere.
- Durch unsere Spenden unterstützen wir das Hospital in Lambarene.

Die Schule konnte nach der Vereinigung  bestehen bleiben, der Name wurde beibehalten. Mit völlig neuen Möglichkeiten konnte die pädagogische Arbeit im Sinne der ETHIK DER EHRFURCHT VOR DEM LEBEN fortgesetzt werden.
Hier sind Fragmente dieser Homepage.

1989
Aus der Chronik des NLFK
(Diese Chronik stellt Herr Ullmann kostenlos zur Verfügung)
Hier klicken und herunterladen
Auszug
Am 28. 8. fand in der Aula des Konservatoriums eine musikalische Veranstaltung statt, die von Kindern der Albert-Schweitzer-Förderschule Guben, unter Leitung von Klaus-Dieter Voigt, gestaltet wurde.
  
Klaus-Dieter Voigt bei seiner Erläuterung des Schülerprogramms
und der Vorstellung der von ihm getexteten und komponierten Schweitzer-Lieder.
Dr. Tomáš Hoskovec und Tomáš Thon zeigten im Laufe der Veranstaltung auch den inhaltsreichen Dia-Vortrag „Akewa-Ali Silver“. Musikalisch wurde der Vortrag mit Klängen der rekonstruierten Günsbacher Orgel umrahmt.
Klaus-Dieter Voigt mit seinen Chorkindern . Es war ein hervorragend dargebotenes Programm.
Auch im Jahr 1989 konnten wiederum 7 Vorträge mit insgesamt 322 Teilnehmern aus Namensträgerkollektiven und Albert-Schweitzer-Schulen gehalten werden .
An dieser Stelle sei bemerkt, dass seit 1982 in allen Albert-Schweitzer-Foren Spenden-Sammlungen durchgeführt wurden. Die Geldbeträge wurden dem Spendenkonto des
Die Musiklehrerin
Brigitte Henze leitet den Chor
Albert-Schweitzer-Komitee der DDR zugeführt.

Informationsschriften wurden am 1. 2. 1989 mit Berichten der Albert-Schweitzer-Hilfsschule Bad Freienwalde, am18. 4. 1989 mit einem Tätigkeitsbericht der Albert-Schweitzer-Gedenkstätte Weimar, am 1. 10. 1989 mit einem Bericht über das Albert-Schweitzer-Symposium in Holice (CSSR) und am 15. 12. 1989 über Albert Schweitzers Proteste gegen die Atomwaffen zugestellt.