
Erinnerungen an Edith Fischer – ein Nachruf
Gabriele Richter, Augsburg

Gabriele Richter, Augsburg

Im gesegneten, hohen Alter von fast 98 Jahren verstarb am 21. Juni 2010 in Treuchtlingen unsere Zeitzeugin Edith Fischer. Sehr vielen „alten“ Albert-Schweitzer-Freunden ist die im sächsischen Erdmannsdorf geborene Krankenschwester und zeitweilig freie Journalistin in guter Erinnerung. Sie reiste zwischen 1961 und 1987 insgesamt 12 mal nach Lambarene und davon waren die ersten drei Reisen prägende Begegnungen mit Albert Schweitzer. Hervorgegangen sind daraus unzählige Zeitschriftenartikel, sehr viele Berichte in Rundbriefen, Hunderte von Dias, 120 Vorträge bis ins Jahr 2000, und drei Bücher über ihre Erlebnisse in Lambarene („Dankeschön Dr. Schweitzer“). Auch praktische Hilfe konnte sie durch gesammelte und großzügige eigene Spenden nach Lambarene bringen. Da sie gerne schrieb, machten ihr die Kontakte mit Schweitzer-Freunden in Ost und West viel Freude: so z.B. mit Alfred Ullmann, Prof. Dr. Kegler, Dr. Reichardt, Prof. Mai, Dr. Munz u.v.a. In bester Schweitzer-Manier schrieb sie meist handschriftlich auf Rückseiten von beschriebenen Papier und hübschen Kalenderblättern oder auch mit ihrer alten Reise-Schreibmaschine. Versandt wurde es in gebrauchten Umschlägen teils mit Bildchen darauf!
Wir vom Augsburger Albert-Schweitzer-Freundeskreis hatten das Glück und nutzten die geografische Nähe, um sie mehrmals im Jahr zu besuchen.
In wechselnder „Besucherschar“ (3-5) kamen wir so in den Genuss ihrer lebendigen Erzähl
ungen am hübsch gedeckten Kaffeetisch, ihrer gern gezeigten Dias (im kleinen Schlafzimmer) und konnten in Ordnern mit alten Presseausschnitten, Fotoalben u.ä. blättern. Herrlich war ihr Diaprojektor: ein alter mechanischer „Liesegang“. Für beide Seiten waren es immer sehr schöne und bereichernde Nachmittage.Edith Fischer konnte bis zu ihrem 96. Geburtstag selbstständig und geistig fit in ihrer kleinen Wohnung leben und blickte oft, ihrem Herrgott von Herzen dankbar, auf ihr sehr reiches, interessantes und langes Leben zurück. Nur die letzten 1½ Jahre verbrachte sie gut versorgt im nahegelegenem Pflegeheim. Edith Fischer war ein sehr bescheidener, freigiebiger und dankbarer Mensch. Von Albert Schweitzer sagte sie, dass er durch „seine beispielhafte Lebensführung ihr Leben ungemein bereichert habe“.Uns hat die Verstorbene bereichert – wir werden oft und gerne an unsere Edith Fischer denken.
Wir vom Augsburger Albert-Schweitzer-Freundeskreis hatten das Glück und nutzten die geografische Nähe, um sie mehrmals im Jahr zu besuchen.
In wechselnder „Besucherschar“ (3-5) kamen wir so in den Genuss ihrer lebendigen Erzähl
ungen am hübsch gedeckten Kaffeetisch, ihrer gern gezeigten Dias (im kleinen Schlafzimmer) und konnten in Ordnern mit alten Presseausschnitten, Fotoalben u.ä. blättern. Herrlich war ihr Diaprojektor: ein alter mechanischer „Liesegang“. Für beide Seiten waren es immer sehr schöne und bereichernde Nachmittage.Edith Fischer konnte bis zu ihrem 96. Geburtstag selbstständig und geistig fit in ihrer kleinen Wohnung leben und blickte oft, ihrem Herrgott von Herzen dankbar, auf ihr sehr reiches, interessantes und langes Leben zurück. Nur die letzten 1½ Jahre verbrachte sie gut versorgt im nahegelegenem Pflegeheim. Edith Fischer war ein sehr bescheidener, freigiebiger und dankbarer Mensch. Von Albert Schweitzer sagte sie, dass er durch „seine beispielhafte Lebensführung ihr Leben ungemein bereichert habe“.Uns hat die Verstorbene bereichert – wir werden oft und gerne an unsere Edith Fischer denken.