Ansprache Albert Schweitzers am 21. Dezember 1900 unter dem Weihnachtsbaum der Kinder der Nicolaischule in Strassburg.
Es kommt mit eigentümlich vor, die Kirche mit Kindern statt mit großen Personen angefüllt zu sehen und zu den Kindern in der Kirche zu jeden.
Wovon soll ich euch reden? Ich will euch nicht die Weihnachtsgeschichte erzählen und erklären - ihr kennt sie ja alle fast Wort für Wort auswendig. Und dann - ihr seid ja nicht hier um etwas zu lernen, sondern um euch zu freuen.
Worüber freut ihr euch denn? Die ganz Kleinen freuen sich der flimmernden Lichter und der Gaben. Die Größeren wissen es schon, dass Lichterglanz und Gaben allein die Weihnachtsfreude auf Erden nicht ausmachen, sondern dass sie nur äußerliche Zeichen sind für das Licht, das über die Welt aufgegangen ist durch die Geburt des Heilands, und die Gabe, die uns der liebe Gott in diesem Kindlein geschenkt. So freut euch denn von ganzem Herzen.
Aber Weihnachten ist nicht nur das Fest, wo wir uns freuen sollen, sondern wo wir auch andern sollen Freude zu machen suchen.
Wir verstehen, was das heißen soll, denkt ihr. Wir sollen von dem, was wir erhalten, auch andern, die vielleicht nicht beschenkt worden sind, mitteilen, damit sie sich freuen. - Ganz recht! Lernt liebe Kinder, gerade an Weihnachten, dass die höchste Freude in dem Geben und Mitteilen besteht; das ist ja das Schöne am Weihnachtsfest.
Aber ich meine, ihr sollt noch andere erfreuen, eure Eltern und Lehrer, die sich euer annehmen - und die jetzt rings um euch herumsitzen und sich freuen über eure Freude.
Sie möchten nicht nur jetzt über euch froh sein, sondern auch wenn die Weihnachtszeit schon vergangen ist. Siehe, die Mutter Jesu hatte große Freude an ihrem Kindlein - nicht nur am heiligen Abend - sondern auch fernerhin, als es größer wurde. Und warum? Weil es zunahm an Alter, Weisheit und Gnade vor Gott und den Menschen (Lk. 2,52).
Solches möchten auch eure Eltern und Lehrer an euch erleben. Darum nehmt es euch vor, gerade in der Zeit der Weihnachten, in der Zukunft diejenigen, die euch jetzt erfreuen, eure Eltern und Lehrer, eurerseits wieder zu erfreuen, indem ihr zunehmt an Fleiß, an Gehorsam und allen Tugenden. Schreibt euch diesen Vorsatz jetzt unter dem Lichterglanz ins Herz und bewahrt ihn darin das ganze Jahr - solange ihr an Weihnachten zurückdenkt.
Wovon soll ich euch reden? Ich will euch nicht die Weihnachtsgeschichte erzählen und erklären - ihr kennt sie ja alle fast Wort für Wort auswendig. Und dann - ihr seid ja nicht hier um etwas zu lernen, sondern um euch zu freuen.
Worüber freut ihr euch denn? Die ganz Kleinen freuen sich der flimmernden Lichter und der Gaben. Die Größeren wissen es schon, dass Lichterglanz und Gaben allein die Weihnachtsfreude auf Erden nicht ausmachen, sondern dass sie nur äußerliche Zeichen sind für das Licht, das über die Welt aufgegangen ist durch die Geburt des Heilands, und die Gabe, die uns der liebe Gott in diesem Kindlein geschenkt. So freut euch denn von ganzem Herzen.
Aber Weihnachten ist nicht nur das Fest, wo wir uns freuen sollen, sondern wo wir auch andern sollen Freude zu machen suchen.
Wir verstehen, was das heißen soll, denkt ihr. Wir sollen von dem, was wir erhalten, auch andern, die vielleicht nicht beschenkt worden sind, mitteilen, damit sie sich freuen. - Ganz recht! Lernt liebe Kinder, gerade an Weihnachten, dass die höchste Freude in dem Geben und Mitteilen besteht; das ist ja das Schöne am Weihnachtsfest.
Aber ich meine, ihr sollt noch andere erfreuen, eure Eltern und Lehrer, die sich euer annehmen - und die jetzt rings um euch herumsitzen und sich freuen über eure Freude.
Sie möchten nicht nur jetzt über euch froh sein, sondern auch wenn die Weihnachtszeit schon vergangen ist. Siehe, die Mutter Jesu hatte große Freude an ihrem Kindlein - nicht nur am heiligen Abend - sondern auch fernerhin, als es größer wurde. Und warum? Weil es zunahm an Alter, Weisheit und Gnade vor Gott und den Menschen (Lk. 2,52).
Solches möchten auch eure Eltern und Lehrer an euch erleben. Darum nehmt es euch vor, gerade in der Zeit der Weihnachten, in der Zukunft diejenigen, die euch jetzt erfreuen, eure Eltern und Lehrer, eurerseits wieder zu erfreuen, indem ihr zunehmt an Fleiß, an Gehorsam und allen Tugenden. Schreibt euch diesen Vorsatz jetzt unter dem Lichterglanz ins Herz und bewahrt ihn darin das ganze Jahr - solange ihr an Weihnachten zurückdenkt.